KLEINKIND – vor Ansteckung schützen2019-07-16T18:06:07+01:00

Herpes bei Kleinkindern: Gefährlich oder nicht?

Viele Erwachsene kennen die schmerzhaften Herpesbläschen auf der Lippe, doch für die allermeisten stellen sie nie ein wirkliches Problem dar. Aber wie ist es mit Herpes bei Kleinkindern? Müssen Sie zwingend zum Arzt, wenn Ihr Kleinkind Herpes hat? Wann ist eine Behandlung notwendig und wie sieht diese aus? Hier finden Sie alle Antworten auf einen Blick. (Lesen Sie hier mehr über Herpes bei älteren Kindern.)

Wann ist Herpes beim Kleinkind gefährlich?

Die gute Nachricht zuerst: Außer für Babys und Neugeborene stellt Herpes simplex bei Kleinkindern in der Regel keine Gefahr dar. Nur in den ersten Lebensmonaten müssen Sie besonders aufmerksam sein. Denn in dieser Zeit sind die kleinen Organe noch anfällig für das Herpesvirus: Eine Infektion kann schwere Folgen haben. Erste Anzeichen für Herpes bei Säuglingen sind Schlappheit, schlechtes Trinken und Veränderungen der Haut (z. B. gräulicher Teint, Bläschenbildung). Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie solche Symptome bei einem Neugeborenen feststellen.

Beim gesunden Kleinkind heilt Herpes dagegen in der Regel von selbst aus, jedoch ist die typische „Herpes-Lippe“ beim Kleinkind oft gar nicht sichtbar. Wichtig ist es daher, die Entzündung überhaupt erst zu erkennen – lesen Sie mehr dazu im Verlauf dieses Artikels. Einen Arzt sollten Sie unbedingt aufsuchen, wenn der Herpes sich auf die Nase oder Augenpartie ausbreitet. Insbesondere die Augen sind stark gefährdet und müssen sofort behandelt werden.

Einen Sonderfall stellt Genitalherpes* dar. Dieses wird jedoch nur in den seltensten Fällen an Kleinkinder übertragen, etwa bei der Geburt, wenn die Mutter mit dem Virus infiziert ist. Da dieses Virus in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen führen kann und daher eine echte Gefahr darstellt, gehört die Untersuchung auf das Herpes-Virus jedoch zur Schwangerschaftsvorsorge. Infektionen bei Neugeborenen und Kleinkindern sind daher selten.

So erkennen Sie Herpes: Kind mit Erstinfektion

Da rund 90 % der Menschen das Virus in sich tragen, erfolgt häufig die erste Infektion mit Lippenherpes beim Kind im 1. Jahr seines Lebens. Die Übertragung des Virus von Erwachsenen auf die Kinder erfolgt über eine Schmierinfektion, zum Beispiel über Speichelrückstände, beim Küssen und Knuddeln. Die typischen Herpesbläschen entwickeln Kinder aber meist erst, wenn sie vier oder fünf Jahre alt sind. Herpes beim Kleinkind an der Lippe ist selten. Die Erstinfektion mit Herpes bei Kleinkindern macht sich stattdessen als Mundfäule bemerkbar. Speichelfluss sowie Rötungen und Schwellungen auf Zunge, Zahnfleisch und an den Wangeninnenseiten sind typische Anzeichen von Herpes. Das Kind ist quengelig und verweigert die Nahrung, da Essen und Trinken schmerzhaft sind. Außerdem ist bei Herpes beim Kleinkind Fieber nicht ungewöhnlich. Je früher Sie die Erkrankung erkennen, desto schneller kann ein antivirales Mittel helfen, Schmerzen lindern und die Krankheitsdauer zu verringern.

So vermeiden Sie Herpes: Kind und Familie schützen

Auch wenn Herpes Ihr Kind nicht gefährdet, sind Ausbruch und Verlauf der Krankheit sehr unangenehm. Gerade Herpes beim Kind im 1. Jahr kann zu schlaflosen Nächten – für Kinder und Eltern – führen. Auch die Nahrungsverweigerung macht Sorgen und kann im schlimmsten Fall einen Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen. Die beste Maßnahme, die Sie als Eltern treffen können, ist es also, die Herpes-Ansteckung bei Kleinkindern zu vermeiden. Unter Geschwistern ist dies schon herausfordernd genug, da es hier durch Kratzen, Benutzung gleicher Spielzeuge etc. schnell zu einer Übertragung kommen kann. Belehren Sie ältere Geschwisterkinder bei einer Infektion, dass besondere Vorsicht angebracht ist.

Besonders schwierig ist es jedoch für Eltern, eine solche Schmierinfektion zu verhindern. Schließlich sind Sie täglich in engem Körperkontakt mit Ihrem Kind. Ist bei Ihnen selbst jedoch Herpes ausgebrochen, vermeiden Sie es bis zum Abheilen der Bläschen, das Kind zu küssen oder es anderweitig Ihrem Speichel auszusetzen – zum Beispiel beim Ablecken des Löffels oder Probieren der Milch aus der Flasche. Spielzeuge, die das Kleinkind in den Mund nimmt, sollten Sie reinigen. Denn häufig fassen wir uns tagsüber unbewusst an den Mund, sodass die Herpes-Erreger dann an den Händen haften. Und schließlich ist vor allem auch die Eigenbehandlung wichtig, wenn Sie bei sich selbst Herpes-Anzeichen festgestellt haben. Verwenden Sie also schon beim ersten Kribbeln in der Lippe Pencivir bei Lippenherpes, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten und schnell wieder den engen Kontakt zu Ihrem Kind genießen zu können.

*Bei diesem Artikel handelt es sich um allgemeine Erklärungen zur Vorbeugung von Herpeserkrankungen. Pencivir bei Lippenherpes und Pencivir bei Lippenherpes Hautfarben wurde ausschließlich zur Anwendung bei Lippenherpes entwickelt und kann damit nicht zur Behandlung von Geniatlherpes genutzt werden.

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