URSACHEN – Wann ist Herpes besonders ansteckend?2019-06-03T16:53:59+02:00

Wann ist Herpes ansteckend?

Herpes ist übertragbar – und zwar hochgradig. Haben Sie sich einmal mit dem Herpesvirus infiziert, werden Sie dies Ihr Leben lang nicht mehr los. Die Viren lagern sich in den Nervenenden ein. Verschiedene Triggerfaktoren können zu einem Ausbruch und damit zu den unangenehmen Lippenbläschen führen. Möglich ist jedoch auch, dass Sie das Virus in sich tragen, ohne etwas davon zu merken. Manche haben häufig mit Lippenherpes zu kämpfen, andere selten und wiederum andere gar nicht – obwohl sie das Virus in sich tragen.

Leider ist Lippenherpes in jedem Stadium ansteckend. Wann die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist und wie Sie sich am besten schützen, lesen Sie hier.

Herpes birgt hohe Ansteckungsgefahr

Dass Herpes, auch Fieberblasen genannt, ansteckend ist, wissen Sie bereits. Das Virus verbreitet sich von Mensch zu Mensch, meist über eine Schmierinfektion. Treffen Schleimhäute aufeinander – beispielsweise beim Küssen, ist das Risiko besonders hoch. Enger Körperkontakt reicht mitunter jedoch schon – zum Beispiel bei Kontaktsportarten oder beim Kuscheln. Deswegen erfolgt eine Infizierung meist schon im Kindesalter beim Spielen.

Ist die Herpeserkrankung aktiv, kann die Ansteckung mit Lippenherpes durchaus auch über eine Tröpfcheninfektion erfolgen. Tritt Herpes an den Lippen auf, ist der Speichel der Person mit Viren infiziert. Haben Sie nun engeren Kontakt mit der Person, können winzige Tröpfchen des infizierten Speichels an Ihre Schleimhäute gelangen und Sie mit dem Herpesvirus infizieren.

Wie Sie sich konkret vor einer Ansteckung mit Herpes labialis (Lippenherpes) schützen, erfahren Sie weiter unten im Text.

Wie entsteht Lippenherpes?

Stecken Sie sich mit dem Herpesvirus an, spricht man von der Primärinfektion. Die Viren vermehren sich als Nächstes rege in den Epithelzellen. Diese befinden sich an der Hautoberfläche. Ihr Immunsystem kämpft nun gegen die Viren an. Trotzdem gelangen einige Viren über die Nervenfasern bis in den Zellkörper. Dort lagern sich die übrigen Viren ein. Sie verschwinden bis ans Lebensende nicht mehr. Davon merken Sie jedoch mitunter nichts.

Ist Ihr Immunsystem zu einem späteren Zeitpunkt geschwächt – beispielsweise durch eine Krankheit oder viel Stress – können einzelne Viren wieder zurückwandern. In den Epithelzellen vermehren sie sich dann erneut und können so die unangenehmen Bläschen verursachen. In diesem Fall spricht man von einer Reaktivierung.

Wodurch und wie oft Herpes reaktiviert wird, ist individuell: Während manche ständig mit Herpes zu kämpfen haben, leiden andere nur zweimal pro Jahr oder jahrelang gar nicht darunter.

Die Ursachen von Lippenherpes

Bei Herpes an der Lippe ist die Ursache klar – die unangenehmen Symptome entstehen durch Viren, mit denen Sie sich entweder gerade oder vor einiger Zeit angesteckt haben. Viel interessanter als die Ursache der Lippenbläschen sind die Auslöser. Wieso bekommen manche ständig Herpes und andere gar nicht?

Tipp: Wollen Sie wissen, ob Sie das Virus in sich tragen, gibt eine Blutuntersuchung Aufschluss. Sind Sie mit dem Virus infiziert, sind in Ihrem Blut spezielle Antikörper sichtbar.

Die Auslöser von Herpes

Herpes kann durch verschiedene Faktoren getriggert werden. Welche das sind, ist noch nicht endgültig erforscht. Die Gründe für Herpes-Symptome scheinen von Person zu Person zu variieren. Sicher ist, dass Stress Herpes begünstigen kann. Ein geschwächtes Immunsystem macht es dem Herpes ebenso einfacher, auszubrechen. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung, viel Schlaf und ausreichend Bewegung. Weitere mögliche Triggerfaktoren sind:

  • Starke UV-Strahlung
  • Hormonelle Schwankungen
  • Ekel
  • Medikamente wie Kortison
  • Infekte und Erkältungen

Viele Betroffene meiden es beispielsweise strikt, mit anderen Menschen aus einem Glas zu trinken. Für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt nehmen sie einen Strohhalm mit, um Ekel zu verhindern. Denn sie wissen, dass dieser Herpes auslöst. Achten Sie genau darauf, welche Faktoren kurz vor einem Herpesausbruch gegeben waren. Mit der Zeit werden Sie gut darin, Ihre Auslöser für Lippenherpes zu identifizieren.

Herpes tritt häufig mit Fieber, Erkältungen oder grippalen Infekten auf – deswegen kennen Sie Lippenherpes vielleicht auch unter dem Namen Fieberbläschen. Das Immunsystem ist geschwächt und macht es den Viren leichter, überhandzunehmen.

Ist Herpes auch ansteckend, wenn keine Bläschen zu sehen sind?

Herpes ist sowohl während der Primärinfektion als auch während einer Reaktivierung ansteckend. Beide haben gemeinsam, dass die Viren an die Oberfläche gelangen und ausgeschieden werden. Befindet sich das Herpesvirus in der Ruhephase, brauchen Sie keine Ansteckung zu befürchten.

Tückisch ist allerdings, dass die klassischen Symptome auch ausbleiben können. In diesem Fall scheiden Sie die Herpesviren aus, ohne dass die typischen Bläschen sichtbar sind. Man spricht auch von latenten Infektionen. Küssen Sie dann Ihren Partner, teilen sich Gläser oder Besteck, ist das Risiko einer Ansteckung hoch.

Die Inkubationszeit bei Herpes liegt zwischen drei und sieben Tagen: Gemeint ist die Zeit, die zwischen Ansteckung und Ausbruch liegen.

Die Ansteckungsdauer bei Lippenherpes ist lang

Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr, wenn sich gerade Herpesbläschen bilden. Denn in der in den Bläschen befindlichen Flüssigkeit ist die Virenkonzentration besonders hoch. Merken Sie also, dass Flüssigkeit austritt, seien Sie besonders vorsichtig.

Kurz darauf bildet sich eine Kruste auf den Bläschen und es treten keine neuen Bläschen mehr auf. Sobald Sie eine Kruste feststellen, sinkt die Ansteckungsgefahr. Sie ist jedoch trotzdem noch gegeben. Selbst nachdem die Kruste abgefallen ist, können noch kleine Mengen der Herpesviren vom Körper ausgeschieden werden. Entwarnung ist also erst gegeben, sobald die Haut vollständig abgeheilt ist.

3 Tipps, um eine Ansteckung mit Lippenherpes zu vermeiden

Bei einem aktiven Herpes ist Küssen tabu – das ist sicherlich keine Überraschung für Sie. Herpesviren sind dazu fähig, bis zu 48 Stunden außerhalb eines Körpers zu überleben. Es gibt einige Strategien, mit denen Sie das Risiko einer Ansteckung minimieren können:

  • Teilen Sie sich keine Bestecke, Gläser oder Becher, bis die Haut vollkommen abgeheilt ist.
  • Waschen Sie Handtücher, Servietten und Bettwäsche bei 60 Grad – eine 40-Grad-Wäsche können die hartnäckigen Viren überstehen.
  • Verwenden Sie antivirale Cremes, Salben oder Gels wie Pencivir, um die Heilung zu unterstützen.

Herpes vorzubeugen ist schwierig, aber nicht unmöglich. Achten Sie in jedem Fall auf makellose Hygiene und stärken Sie Ihr Immunsystem.

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